Winterbanner Kalle

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Mittwoch, 22. Februar 2017

Wie bei mir Phobien entstehen...Teil1



Ich stecke voller Ängste.

Im Ernst ich habe soviele, könnte ich die verkaufen, wäre ich reich.

Ich sammel die sozusagen.

Heute kam eine neue dazu. Und ich konnte ganz fasziniert zuschauen, wie sie sich bei mir einnistete.

Ich war beim Zahnarzt.

Jaaaaaaaaaaaaaa nun denkt ihr, das hab ich auch und ha da kann ich aber Dinge erzählen...nee nee meine Lieben, so profan ist das nicht.

Obwohl natürlich schon ein Zahnarzt mit dicken Fingern, oder ein Zahnarzt mit schrägem Humor...etwa ach seitdem ich die neue Brille hab kann ich ja richtig was sehen...
öh ja das hab ich schon erlebt...die können schon beängstigend wirken.

Und natürlich machen mir auch die vielen Werkzeuge Angst. Oftmals bin ich durchaus versucht zu fragen, ob das alles auf dem Tablett für meinen Mund bestimmt ist? Böse Menschen behaupten ohnehin ich hätte eine große Gusche, nur entschuldigt bitte, so groß nun auch wieder nicht.

Auch die bevorstehenden Schmerzen wollte ich heute standhaft ertragen, da ich ja eine ausgesprochene Spritzenphobie mein eigen nenne, muss ich das ja wohl auch.

Aber das alles war es heute nicht.

Heute liege ich also auf dem Stuhl, die Finger ineinander verknorkelt, sämtliche Rücken und Nackenmuskeln stahlhart angespannt und lausche mit geschlossenen Augen dem hochfrequentem zirpen des Bohrers. Da spüre ich, wie die Schwester mit einem "schnorch" meine Zunge einsaugt. Puh zum Glück hatte sie es gleich gemerkt. Da, wieder ein "schnorch" wieder klemmte meine Zunge am Absaugrohr. Diesmal bilden sich kleine Schweißperlen auf meiner Stirn. Die Atmung wird flacher. Mein Gehirn rattert und versucht die Frage zu beantworten, wie groß ist eigentlich dieser Absauger? Ich kann mich nicht erinnern, das ich dieses Gerät mir schon einmal genau angeschaut habe. Ich versuche die Atmung zu kontrollieren und mich leicht zu entspannen. "schnorch" "schnorch" Schnooooooooooooooooooooooooooooooooooooorch"---

Jetzt erkenne ich ihren perfiden Plan.

SIE WILL MICH MIT DIESEM ABSAUGROHR ELIMINIEREN! IN DEN ZAHNARZTSTUHL SAUGEN UND DURCH DEN ABWASSERKANAL DER ELBE ZUFÜHREN!


Soll ich aufspringen und mir das Lätzchen vom Hals reißen und die Frau anschreien, das ich sie durchschaut habe?

Ich wimmer leise und ergebe mich, wie so oft beim Zahnarzt meinem Schicksal.

Aber ich wollte euch warnen...eure Kalle

Montag, 20. Februar 2017

HERZ AM MONTAG #160: Eisbärherz

Na, wer kennt ihn noch, den knuddeligen Eisbär, der die Berliner Herzen erobert und Furore gemacht hatte, weil er von einem Tierpfleger mit der Nuckelflasche groß gezogen wurde?

Die ganze Welt hatte mitgefiebert, ob der Kleine es schafft, seine Kräfte zu sammeln und Flasche statt Mutter zu nuckeln, nachdem diese ihm verstoßen hatte und er kurz vorm Eisbärhimmeltor stand. Sehr alt wurde er aber trotzdem nicht, der Bär namens Knut (*2006 - 2011). Das tierische Teenageralter hat er noch erreicht, aber dann starb er an den Folgen einer Hirnentzündung.

Unerwarteterweise stand ich Sonntag vor zwei Wochen im Naturkundemuseum in Berlin vor einem Glaskasten, in dem der damalige Zoostar sich lässig fläzte, besser gesagt: seine ausgestopfte Nachbildung. Eine Sonderausstellung, die die Vorgehensweisen der Taxidermie erläutern soll, hat Knut auserkoren, als "Herzstück" der Ausstellung zu fungieren. Und ein besonderes Herzstück ist er allemal, da ich beim Betrachten der Fotos, die ich gemacht hatte, diese interessante Spiegelung fand:



Ist es nicht ein witziger Zufall, dass der Eisbär der die Herzen der Berliner und Berlinerinnen zum Schmelzen brachte, nun ein imaginäres Herz - und sogar am rechten Fleck - zeigt?



Und wie traurig, dass ihn kaum einer beachtet, den einstigen Medienstar...

Was es übrigens noch im Gruselkabinett... äh... Naturkundemuseum gab und ich viel weniger traurig fand als die Geschichte der Ausstopfung von einstigen Lebewesen, war die mineralogische Schausammlung mit über 1000 ausgestellten Steinarten. Dieser "Puschelstein" war mein Liebling, ein fabelhaftes indisches Gerüstselikat namens Mesolith :



Und meine Lieblingssonderausstellung (wann kann man DAS Wort schon mal in einem Satz unterbringen... hehe): die entomologische Wunderkammer:








Ganz klasse hier unten auch die "Spine" und im Hintergrund eine "Liebele" (das Bild ist leider nicht zu sehen, aber das Wort ist so herrlich). Herzallerliebst sind sie, diese Kinderbilder:


Dieser Beitrag erscheint heute auch auf meinem Blog Kirschenzeit.

Es winkt Eure Cherry
von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami

Eure Herzen dürft ihr in dieser Woche auch wieder hier unten verlinken:

Montag, 13. Februar 2017

HERZ AM MONTAG #159: Chicoreengelchen

Kochen regt nicht nur den Appetit, sondern auch die Fantasie an, weil man dabei Engelchen sehen kann:

Chicoreengelchen!

Und wenn wir schon bei Engelchen sind... ALLES LIEBE UND HERZLICHE ZUM GEBURTSTAG, MEIN LIEBLINGSENGEL



Dieser Beitrag erscheint heute auch auf meinem Blog Kirschenzeit.

Es winkt Eure Cherry
von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami


Eure Herzen dürft ihr in dieser Woche auch wieder hier unten verlinken:

Samstag, 11. Februar 2017

Kalle bastelt einen Pappkoffer Teil 2 / Das Innenleben

So nun ist es schon ein wenig her, das ich Zeit hatte mir einen Pappkoffer zu basteln. Heute zeige ich euch noch rasch, wie ich das Innenleben gebastelt hab.


Erst kleidete ich den Koffer mit passendem Stoff aus.
 Dabei machte ich auch noch die beiden Bänder ran, die verhindern, das der Koffer zu weit aufklappt.



 Dann ließ ich den Koffer in Ruhe trocken und fing an wieder Pappstreifen mit Holzleim auf einander zu leimen.



 So wird die Pappe schön stabil. Dann hab ich mal geschaut, wieviele kleine und wieviele große Fächer ich benötige und habe entsprechende Schlitze mit dem Cuttermesser in die Pappstreifen geschnitten. Oben bis zur Hälfte und den anderen Streifen von unten bis zur Hälfte.





Einmal angepasst---ja war ok. Dann konnte ich mit meiner Heißklebepistole alle Einschübe zusammenkleben.

und nun Trommelwirbel...



Serviettentechnik!!!!!




Ja ich weiß, das ist schon eine sehr merkwürdige Technik und ich bin und war echt kein Freund davon. Aber sie macht die blöde Pappe relativ schnell hübsch, und vor allem härtet sie das ganze noch mal ausgezeichnet...wahrscheinlich dieser Serviettenlackkleber Dingsbums.

ok und während das trocknet, habe ich mir noch drei Nadelkissen genäht.



Na?








Fertig....



und gefällt mir. Nun habe ich die Weihnachtsgeschenke wunderbar untergebracht und stelle mir den Koffer so an meine Nähmaschine.

Schalten Sie gern wieder ein, wenn es heisst:

Basteln mit Kalle---hehe

Freitag, 3. Februar 2017

Winterblogbanner 2017

Eigentlich war es ein schöner Morgen im Januar.

Der Himmel war blitzeblankblau und über Nacht hatte die feuchte Luft Rauhreifnadeln an alles geheftet.

Ich war wie jeden Morgen auf dem Hof meine Runde drehen und die Tiere versorgen.
Und gerade dieser wundervolle, fast perfekte Tag, zeigte mir wieder deutlich, wie gemein diese Stallpflicht ist. Wie doll meine Tiere und ich darunter leiden. Statt mit einem lautem fröhlichem schnattern die Morgensonne zu begrüßen, gehe ich in den Stall, mache sie jedesmal ängstlich und unruhig, rede mit ihnen beim füttern und muss die Tür wieder vor ihnen verschließen.

Da fiel mein Blick auf den Zaun.


STACELDRAHT

dachte ich....es ist wie Stacheldraht...

So schön und so zerbrechlich ist es trotz allem.

Und der Frühling kommt bestimmt und das vorläufige Ende der Stallpflicht auch, so.....

eure Kalle

Dienstag, 31. Januar 2017

Monatsimpressionen Nr.28: Jänner 2017

Hier zeigen wir euch immer am letzten Tag des Monats unsere Monatsimpressionen. 



GARTENPFLÄNZCHEN


Mein Jänner war mit vielen langen Hundespaziergängen im abenteuerlichen Winterzauberwald ausgefüllt. Geschneit hat es eigentlich nicht viel, aber das Weiß war dafür wochenlang im eisigen Frost konserviert. BRRRRR, kalt! Meinen beiden Prinzesinnen war das egal, sie haben sich doodlewohl gefühlt...und ich war richtig angezogen ;-)
Ich habe schon vom nahenden Frühling munkeln hören, aber ehrlich gesagt, glaube ich, wird der Februar hier wettermäßig nicht viel verändern. Wir drei werden sehen...

Es grüßt lieb
Euer Gartenpflänzchen (❀‿❀)



CHERRY BOMB / KIRSCHBLÜTEN-TSUNAMI

Meine Januarcollage:



Die Bilder sind vom vorletzten Januarwochenende (Hasenheide und Tempelhofer Feld, Berlin) als die Sonne endlich mal an einem Sonntag schien, so dass ich trotz Schnee- und Eisvorkommen Lust hatte, mit dem Rad loszuziehen. Das mache ich sonst nieeeeeeeeeeee, sobald nur ein Krümel Schnee vom Himmel fällt. Ich bin nämlich eine Memme, was Radfahren bei Glätte angeht.

Da kommen dann die ganzen Traumata aus der Schulzeit hoch als die Kinder der benachbarten Schulen einem an einer besonders eisanfälligen Ecke auflauerten und wussten, dass man dort garantiert mit dem Fahrrad ausrutscht. Wir mussten tagtäglich die 5km mit dem Rad zur Schule und das bei Sonnen-, Wind-, Regen- und leider auch bei Schneewetter .

Auf dem Schulweg habe ich damals allerdings Listen geführt mit Sachen, die ich hasse. Glatteis und Gegenwind schafften es immer in die Top 10 und waren murmeltiertaggleich die Auslöser meiner Hassliste!!!!

Es winkt Eure Cherry
von Cherry Bomb und Kirschblüten-Tsunami



KALLEJASPER

Es ist Winter, na und? *Schulterzuck* Das ist doch eigentlich schön.
Wenn ich am Morgen mit der Prinzessin Sauerkrauthaar zum Schulbus stapfe, ist es frostklirre sternenklare Nacht. Der Schnee knirscht unter meinen Füßen und unter den Kufen vom Schlitten, auf dem die Prinzessin zur Haltestelle gezogen wird. Ich leuchte den Weg mit einer starken Taschenlampe und ich dampfe wie ein Pferdchen....der Reif glitzert in den Bäumen, als hätte eine kleine Reiffee ihre Kristalle unterwegs verloren. So werden Märchen gemacht...


Meine Collage zeigt einen kleinen Winterausschnitt und für alle Frühlingsfans, aufgepasst, heute habe ich beim Gewächshaus herrichten für die kommende Saison, ein kleines Löwenmäulchen blühend entdeckt---im Januar...das ist Hoffnung!



Eure Kalle



FILZGARTEN

Am beeindruckendsten fand ich den heftigen Wintereinbruch, mit plötzlichen großen Schneemengen, und Temperaturen bis -18 Grad. Die Vögel bedienten sich fleißig am Futterhäuschen, das Glas zeigte hübsche Eisblumen. Und gegen Ende des Monats, nachdem ich drei Wochen mit Grippe ausfiel (so lange hat es mich noch nie erwischt!), konnte ich mir endlich wieder Zeit nehmen und ein bisschen filzen. Das tut meiner Seele richtig gut!


Einen schönen Feber wünscht Ulla vom FilzGarten.